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Existenzgründung


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Gedanken zur Finanzierung

Förderprogramme und Verhandlungen mit der Bank

Finanzierung der Existenzgründung

Normalerweise reicht bei kaum einem Gründer das Eigenkapital aus, um ein Unternehmen zu gründen, man braucht Kredit, entweder von privaten Geldgeber, Banken oder Förderkredite. Die am häufigst genutzten Kredite sind die der Hausbank.
Sie werden unterschieden nach der Laufzeit in kurz-, mittel oder langfristig. Kurzfristig bedeutet etwa zwölf Monate Laufzeit, dabei unterscheidet man wiederum den Lieferantenkredit(Ware wird nicht sofort bezahlt, Zahlungsziel), den Wechsel(Ware wird bezogen, aber nicht bezahlt, es wird eine sogenannte Wechselurkunde ausgestellt mit Gültigkeitsdauer, dieser Wechsel kann vom Gläubiger wiederum an seinen Gläubiger weitergegeben, zahlbar am Stichtag) und den Kontokorrentkredit(Geschäftskontokredit, eignet sich nicht für langfristige Teile des Umlaufvermögens, unbedingt Kreditrahmen vereinbaren). Kredite mit einer mehr als 12monatigen Laufzeit gelten als mittel- oder langfristig, ein sogenannter Investitionskredit. Er dient zur Finanzierung von Anlagevermögen,die Laufzeit hängt von der Summe, der Zahlungsfähigkeit und den Zinsen ab.
Für solche Kredite gibt es strenge und gut begründete Regeln.
- niemals gleich bei der ersten Bank den Kredit in Anspruch nehmen, erste Adresse ist zwar die Hausbank, aber.........unbedingt mehrere Anfragen starten, und wenns nur dem Überblick dient
- Leistungen und Konditionen genau prüfen
- Nur mit den entscheidenen Leuten reden, keine falsche Scham, Filialleiter oder Abteilungsleiter dürfen nicht nur den Großen dienen, nicht abwimmeln lassen.
- Bei den Verhandlungen das Unternehmenskonzept, die Rentabilitätsvorschau und den Finanzierungsplan vorlegen, nichts verschweigen, das geht selten gut, Optimismus bzgl. der Unternehmung vermitteln
- das Kreditunternehmen sollte auch zum Unternehmen passen
- Ein Existenzgründer ist kein Bittsteller, auch nicht in diese Rolle drängen lassen, Ablehnung begründen lassen und die vorgelegten Unterlagen ggfs. nochmals überarbeiten, vielleicht mit fachkundiger Hilfe, sind mangelnde Sicherheiten ein Ablehnungsgrund, nach Besicherungshilfen erkundigen(Bürgschaftsbanken)
- Bei einem KfWStart-Geld wird die Hausbank zu 80% von der Haftung befreiet
- Bei manchen KfW Förderprogrammen ist die Bonität und Sicherheiten wichtig für die Zinsen, für Gründer gilt dies für den KfW-Unternehmerkredit
Kommt es zum Bankgespräch ist es wichtig, nicht unvorbereitet ins Gespräch zu kommen. Vorher sollte man sich auf jeden Fall erkundigen, welche Unterlagen gewünscht werden. Außerdem ist es manchmal von Vorteil einen Berater zum Gespräch mitzunehmen, doch reden muss man auf jeden Fall selbst. Kein Bankberater gibt jemanden einen Gründerkredit, wenn dieser nicht einmal selbst seine Konzepte erklären kann. Also vorher die Rollenteilung festlegen. Und es ist sehr wichtig, sicher, beharrlich und selbstsicher aufzutreten, keine Bittstellerposen.
Man sollte auf jeden Fall damit rechnen, dass nicht gleich die erste Bank das Unternehmen finanzieren wird, deshalb gleich Termine bei mehreren Banken vereinbaren. Auf jeden Fall immer nach den Gründen fragen. Infomaterial dazu gibt es beim Bundeswirtschaftsministerium BMW oder den Förderinstitutionen der einzelnen Länder.
Hilfreich ist auch eine Referenzliste, als mögliche Geschäftspartner kontaktieren.
Ein wichtiges Detail, das von manchen Gründer auf die leichte Schulter genommen wird, sind die Fristen, welche auch immer im Bezug auf die Kreditvergabe, Fördermittel u.ähnl.. Dies ist wichtig, versäumt man die Fristen, ist auch die beste Argumentation sinnlos.
Die beste Lösung für einen Gründerkredit sind öffentliche Fördermittel, ergänzt um ein Hausbankdarlehen, also danach fragen, diese verlangen, darauf dringen und vor allem sollte man selbst diese Förderprogramme auch kennen. So kann keiner sagen, gibts nicht....